- Zu viele junge Menschen fühlen sich in ihrer Schule nicht gesehen, sicher oder zugehörig.
- Gleicher Stoff, gleiche Zeit, gleiches Tempo – trotz unterschiedlicher Voraussetzungen.
- Überladene Lehrpläne und ein zerstückelter Schulalltag lassen zu wenig Raum für Vertiefung.
- Prüfungs- und Notendruck überlagern nachhaltiges Lernen und individuelle Entwicklung.
- Schule begleitet Erwachsenwerden und Lebenskompetenzen nur unzureichend.
- Schülerinnen und Schüler haben zu wenig echte Mitentscheidung und Selbstwirksamkeit.
- Personalmangel, Unterrichtsausfall und Überlastung gefährden Verlässlichkeit, Beziehung, Förderung und Zusammenarbeit.
- Bildungschancen hängen noch immer stark von Elternhaus, Wohnort und einzelner Schule ab.
Das eigentliche Problem
Gute Schule gibt es längst.
Warum dann nicht überall?
In Deutschland, Europa und weltweit zeigen Schulen, wie Lernen anders und besser gelingen kann. Vieles ist erprobt. Erfolgreich. Machbar.
Doch überzeugende Einzelbeispiele verändern noch kein Schulsystem. Was an vielen Orten gelingt, wird bislang weder systematisch für unterschiedliche Schulen übersetzt noch zu einem gemeinsamen Reformweg verbunden. Föderale Zuständigkeiten, unterschiedliche Entscheidungswege und strukturelle Beharrung erschweren diesen Übergang zusätzlich.
Zuerst die jungen Menschen – und mit ihnen die Gesellschaft
Bildung soll ihnen ermöglichen, ihre Fähigkeiten zu entfalten und ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten.
Was Millionen junge Menschen entwickeln können, prägt zugleich die Zukunft unserer Gesellschaft.
Wichtigste Befunde ansehen Was in unseren Schulen besser werden muss
Kinder und Jugendliche sind über viele Jahre zum Besuch einer Schule verpflichtet. Daraus erwächst eine besondere Verantwortung: Diese Lebenszeit muss bestmöglich für ihre fachliche, persönliche und soziale Entwicklung genutzt werden.
Gebäude, Ausstattung und Verpflegung sind ebenfalls Teil der Bildungsqualität; sie werden in der detaillierteren Übersicht gesondert betrachtet.
Die Folgen sind messbar
verfehlt in Mathematik das Mindestniveau; beim Lesen trifft dies auf jeden Vierten zu.
verlassen jährlich eine allgemeinbildende Schule ohne ersten Schulabschluss.
Detailliertere Übersicht ansehen 13 Bereiche im Überblick
Der vorläufige Prüfrahmen
Was heute noch zu oft geschieht – und was besser möglich ist.
Im nächsten Entwicklungsschritt soll das Kuratorium weltweit nach geeigneten Ansätzen suchen und bewerten, welche sich bereits bewährt haben und welche fachlich weiterzuentwickeln sind.
01Wohlbefinden, Sicherheit und BeziehungGesehen werden · Zugehörigkeit · Schutz
Gesehen werden
Persönliche Zuwendung hängt zu oft von Zeit und außergewöhnlichem Engagement Einzelner ab.
Feste Bezugspersonen und regelmäßige persönliche Gespräche.
Schulklima
Ausgrenzung, Beschämung und Mobbing werden häufig erst bearbeitet, wenn sie bereits eskaliert sind.
Verbindliche Prävention, frühes Eingreifen und eine Kultur des Respekts.
Zugehörigkeit
Leistung wird erwartet, auch wenn junge Menschen sich in ihrer Schule nicht sicher oder zugehörig fühlen.
Beziehung und Sicherheit als Grundlage erfolgreichen Lernens.
02Bildungspflicht, Anwesenheit und LernorteVerbindlichkeit · Schutz · Flexibilität
Gesundheitliche und psychische Belastungen
Auch bei ernsthaften körperlichen oder psychischen Belastungen bleibt tägliche Anwesenheit zunächst der Maßstab. Passende Bildungsalternativen setzen häufig erst spät ein.
Reduzierte Anwesenheit, hybride Modelle, Haus- oder Klinikunterricht und behutsame Übergänge orientieren sich an der tatsächlichen Situation des Kindes.
Wenn Schule nicht schützt
Bei Mobbing, Gewalt oder anderen Gefährdungen greifen Schutzmaßnahmen und alternative Beschulung nicht immer schnell genug. Das betroffene Kind muss häufig weiter am selben Ort erscheinen.
Eine plausible Gefährdung führt unverzüglich zu Schutz, unabhängiger Prüfung und bei Bedarf zu einem sicheren vorläufigen Lernort.
Besondere Lernerfahrungen
Längere Auslandsaufenthalte und anspruchsvolle Lernprojekte außerhalb der Schule lassen sich mit starren Anwesenheitsregeln nur schwer vereinbaren.
Auslandsaufenthalte, Austauschprogramme und qualitätsgesicherte Projekte können zeitweise Teil der erfüllten Bildungspflicht sein – mit vereinbarten Zielen, Begleitung und anschließender Dokumentation.
Unterschiedliche Lernorte
Verbindliche Bildung wird nahezu automatisch mit der täglichen körperlichen Anwesenheit in einem Schulgebäude gleichgesetzt.
Die Schule bleibt ein zentraler gemeinsamer Lern- und Lebensort. Entscheidend ist jedoch nicht allein, wo ein Kind lernt, sondern ob Bildung, Schutz, Zugehörigkeit und verlässliche Begleitung gesichert sind. Unter klaren Qualitäts- und Prüfbedingungen können deshalb auch flexible oder wechselnde Lernorte möglich sein.
03Lernzeit und TagesstrukturRhythmus · Vertiefung · Bewegung · Hausaufgaben
45-Minuten-Takt
Lernphasen enden nach einem weitgehend starren Zeitraster – unabhängig davon, ob Vertiefung, weiteres Üben oder ein sinnvoller Abschluss gerade notwendig wären.
Flexible Lernblöcke für Vertiefung, Übung, Austausch und Projekte.
Tagesrhythmus
Konzentration, Pausen und Bewegung folgen häufig organisatorischen Vorgaben statt dem Lern- und Erholungsbedarf der Kinder und Jugendlichen.
Ein Tagesrhythmus, der konzentriertes Lernen, Erholung, Bewegung und Kreativität sinnvoll verbindet.
Ganztag
Unterricht, Betreuung und Hausaufgaben bleiben oft getrennte Welten.
Ein pädagogisch gestalteter Schultag mit Lern-, Freizeit- und Erholungsphasen.
Hausaufgaben
Übungs- und Lernarbeit wird regelmäßig in den Nachmittag, Abend oder auf das Wochenende verlagert.
Lern- und Übungszeiten möglichst in der Schule; in höheren Klassen Hausaufgaben nur gezielt und keine regulären Wochenendaufgaben.
04Lernen, Vertiefung und MotivationLernen lernen · Methoden · Kerncurriculum
Lernen lernen
Wirksame Lernstrategien, der Umgang mit Konzentration und Gedächtnis sowie Selbstorganisation werden häufig vorausgesetzt statt vermittelt.
„Lernen lernen“ als verbindlicher, altersgerechter Lernbereich – praktisch vermittelt und im Fachunterricht angewandt.
Unterrichtsformen
Frontalunterricht prägt noch zu häufig das Lernen – auch dort, wo andere Formen mehr Aktivität und Vertiefung ermöglichen.
Ein bewusster Wechsel zwischen klarer Anleitung und aktivem, forschendem, kooperativem sowie projektorientiertem Lernen – passend zu Lernziel und Lerngruppe.
Sinn und Relevanz
Der Bezug zwischen Lernstoff, Lebenswelt und gesellschaftlichen Fragen bleibt häufig unklar.
Lerninhalte und Aufgaben werden mit realen Anwendungen, der Lebenswelt und gesellschaftlichen Fragen verbunden.
Curriculum
Überladene Lehrpläne erzeugen Zeitdruck, Stofffülle und oberflächliches Abarbeiten.
Ein konsequent entschlacktes Kerncurriculum – mit Zeit für Vertiefung und neue, lebensrelevante Inhalte.
Fehlerkultur
Fehler gelten vor allem als Leistungsdefizit und werden deshalb häufig verborgen oder vermieden.
Fehler werden analysiert, als Hinweise auf Lernprozesse genutzt und in konkrete nächste Lernschritte übersetzt.
05Individualität und FörderungLerntempo · Stärken · Unterstützung
Lerntempo
Gleicher Stoff, gleicher Zeitpunkt und weitgehend gleiches Tempo.
Differenzierte Lernwege und flexible Lernzeiten – mit gezielter Unterstützung und zusätzlichen Herausforderungen.
Potenziale
Defizite sind häufig sichtbarer als Interessen, Talente und besondere Fähigkeiten.
Schülerinnen und Schüler lernen ihre Stärken kennen, erproben sie und können sie gezielt weiterentwickeln.
Adaptive Lernanwendungen
Digitale Angebote bilden häufig nur Arbeitsblätter oder ein einheitliches Lerntempo auf dem Bildschirm ab.
Adaptive Anwendungen – etwa in Mathematik – ermöglichen individuelles Üben auf dem jeweiligen Niveau; Lehrkräfte begleiten, erklären und greifen gezielt ein.
Jahrgangsübergreifendes Lernen
Lerngruppen werden überwiegend nach Geburtsjahr statt nach Lernstand und Aufgabe gebildet.
Je nach Lernziel altersgemischte oder zeitweise lernstandsbezogene Gruppen – ohne dauerhafte Festlegung auf ein Leistungsniveau.
Frühe Unterstützung
Lernschwierigkeiten verfestigen sich, bevor wirksame Hilfe einsetzt.
Schwierigkeiten früh erkennen und mit passgenauer Förderung reagieren – ohne Stigmatisierung.
06Leistung, Prüfungen und RückmeldungFortschritt · Feedback · Können
Leistungsnachweise
Lernen richtet sich häufig auf die nächste Note oder Prüfung.
Vielfältige Leistungsnachweise, die neben Wissen auch Verstehen, Anwendung und individuelle Entwicklung sichtbar machen.
Unangekündigte Tests
Benotete Kurztests werden unangekündigt eingesetzt; das kann Dauerstress verstärken und kurzfristiges Lernen statt nachhaltigen Verstehens begünstigen.
Benotete Leistungsüberprüfungen werden rechtzeitig angekündigt; spontane Lernstandschecks bleiben unbenotet und dienen der gezielten Förderung.
Rückmeldung
Ziffernnoten verdichten unterschiedliche Leistungen zu einer Zahl.
Regelmäßiges, verständliches Feedback mit konkreten nächsten Lernschritten.
Lernfortschritt
Der Vergleich mit anderen überlagert häufig die individuelle Entwicklung.
Eigene Fortschritte erkennen, dokumentieren und reflektieren.
07Erwachsenwerden und psychische EntwicklungOrientierung · Gefühle · Selbstregulation
Entwicklung verstehen
Körperliche und psychische Veränderungen werden kaum systematisch erklärt und begleitet.
Altersgerechtes Wissen und verlässliche Begleitung bei Fragen zu Entwicklung, Identität, Gefühlen und Selbstwahrnehmung.
Psychische Gesundheit
Psychische Belastungen werden häufig erst ernst genommen, wenn sie sich deutlich zeigen oder bereits zu Krisen geworden sind.
Wissen über psychische Gesundheit, verlässliche Ansprechpersonen und frühzeitiger Zugang zu qualifizierter Hilfe.
Selbstregulation
Von Jugendlichen wird Selbststeuerung erwartet, ohne dass sie die dafür nötigen Fähigkeiten systematisch entwickeln können.
Strategien für den Umgang mit Emotionen, Druck, Konflikten und Belastungen – altersgerecht eingeübt und im Alltag anwendbar.
08Liebe, Sexualität und BeziehungskompetenzNähe · Grenzen · Verantwortung
Sexualaufklärung
Sexualaufklärung konzentriert sich noch häufig auf Biologie, Verhütung und sexuell übertragbare Infektionen.
Körperliches Wissen mit Fragen zu Gefühlen, Begehren, Vielfalt, Einvernehmlichkeit, Grenzen und Verantwortung verbinden.
Sexualisierte Medieninhalte
Jugendliche begegnen pornografischen und anderen sexualisierten Medieninhalten häufig ohne ausreichende Einordnung.
Darstellungen von Sexualität kritisch einordnen, zwischen Inszenierung und Wirklichkeit unterscheiden und die eigenen Grenzen schützen können.
Beziehungen
Kommunikation, Grenzen und ungesunde Beziehungsdynamiken bleiben weitgehend Privatsache.
Wissen und Fähigkeiten für respektvolle, verantwortliche Beziehungen.
09Mitbestimmung und SelbstwirksamkeitBeteiligung · Verantwortung · Demokratie
Beteiligung
Schülerinnen und Schüler werden angehört, entscheiden aber selten über zentrale Fragen ihres Schulalltags.
Verbindliche, altersgemäße Mitentscheidung bei Fragen des Schulalltags und der Schulentwicklung – mit transparenten Zuständigkeiten.
Verantwortung
Regeln und Lösungen werden überwiegend von Erwachsenen vorgegeben; Verantwortung bleibt dadurch ebenfalls weitgehend bei ihnen.
Regeln und Lösungen gemeinsam aushandeln, Verantwortung übernehmen und die Folgen eigener und gemeinsamer Entscheidungen reflektieren.
Demokratie
Demokratie wird unterrichtet, aber im Schulalltag nur begrenzt erlebt.
Demokratische Praxis im Schulalltag erleben – durch transparente Entscheidungen, verlässliche Beteiligung und faire Aushandlungsprozesse.
10Lebenskompetenzen und ZukunftAlltag · Orientierung · Zukunftsfähigkeit
Leben lernen
Finanzen, Recht, Gesundheit und Alltagsorganisation werden nur punktuell und selten mit praktischem Bezug behandelt.
Ein verbindlicher, praktisch ausgerichteter Lernbereich zu Finanzen, Recht, Gesundheit, Haushalt, Kommunikation und Zusammenleben – vom Mietvertrag bis zur Steuererklärung.
Praxis in der Schule
Fachwissen aus Beruf, Handwerk, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft erreicht den Unterricht nur vereinzelt.
Menschen aus Beruf, Handwerk, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft arbeiten regelmäßig gemeinsam mit Lernenden an realen Fragen und Projekten.
Medien und KI
Digitale Medien und KI werden genutzt, ohne ihre Funktionsweisen, Interessen, Wirkungen und Grenzen systematisch zu verstehen.
Medien und KI altersgerecht, kreativ und kritisch nutzen – Quellen und Ergebnisse prüfen, Daten schützen, Manipulation erkennen und Grenzen verstehen.
Berufliche Orientierung
Berufliche Orientierung setzt häufig spät ein und bleibt vielfach auf Informationen über bekannte Ausbildungs- und Berufsbilder begrenzt.
Eigene Fähigkeiten früh und praktisch erproben sowie unterschiedliche Ausbildungs-, Studien-, Berufs- und Lebenswege kennenlernen.
11Lehrkräfte und ZusammenarbeitZeit · Teams · Schulentwicklung
Arbeitsbelastung
Unterricht, Korrekturen, Verwaltung und individuelle Begleitung konkurrieren um knappe Zeit.
Verwaltung vereinfachen und Aufgaben sinnvoll verteilen – mit geschützter Zeit für Vorbereitung, Beziehung, Beratung, Teamarbeit und Schulentwicklung.
Unterrichtsausfall
Personalmangel und kurzfristige Ausfälle führen regelmäßig dazu, dass Unterricht entfällt, fachfremd vertreten oder auf bloße Beaufsichtigung reduziert wird.
Verlässliche Personalreserven, qualifizierte Vertretungskonzepte und Arbeitsbedingungen, die Überlastung vorbeugen und Ausfälle auffangen.
Teamarbeit
Lehrkräfte tragen viele pädagogische Herausforderungen weitgehend allein.
Multiprofessionelle Teams mit klaren Rollen, gemeinsamer Verantwortung und verlässlicher Zusammenarbeit.
Lehrkräftebildung
Bedarf, Zugangswege, Ausbildung, Berufseinstieg und Fortbildung werden zu wenig als zusammenhängende Aufgabe gesteuert.
Qualitätsgesicherte Zugangswege, eine praxisnahe Ausbildung, ein begleiteter Berufseinstieg und kontinuierliche Fortbildung – abgestimmt auf den tatsächlichen Bedarf.
Schulentwicklung
Gute Praxis bleibt häufig an einzelne Personen gebunden; für gemeinsame Weiterentwicklung fehlen oft Zeit und verlässliche Strukturen.
Verbindliche Zeiten für kollegiales Lernen, gemeinsame Unterrichts- und Schulentwicklung sowie den systematischen Transfer bewährter Praxis.
12Räume, Bewegung, Ernährung und GesundheitGebäude · Lernräume · Bewegung · Ernährung · Regeneration
Gebäude und Ausstattung
Sanierungsbedarf, schlechte Luft, Lärm, Hitze, fehlende Barrierefreiheit und veraltete Ausstattung beeinträchtigen an vielen Schulen Lernen und Gesundheit.
Sichere, barrierearme und gesundheitlich geeignete Gebäude mit einer verlässlichen, zeitgemäßen Ausstattung.
Lernräume
Klassenräume sind häufig auf Frontalunterricht und gleichförmiges Arbeiten ausgelegt.
Flexible Räume für Konzentration, Austausch, Rückzug, Werkstattarbeit und unterschiedliche Lernformen.
Bewegung
Langes Sitzen prägt große Teile des Schultags; Räume und Schulorganisation ermöglichen Bewegung nur begrenzt.
Bewegungsfreundliche Räume und Außenflächen sowie ein regelmäßiger Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Bewegen.
Ernährung und Erholung
Mahlzeiten stehen häufig unter Zeit- und Kostendruck; zugleich fehlen geeignete Orte für Ruhe, Pausen und Rückzug.
Gute, für alle zugängliche Verpflegung und echte Regenerationsräume als verbindlicher Teil des Schultags.
13Grundkompetenzen, Bildungschancen und ÜbergängeLesen · Mathematik · Deutsch · Länderwechsel · Teilhabe
Grundkompetenzen
Zu viele junge Menschen erreichen zentrale Mindeststandards nicht.
Lernstände früh erkennen und gezielt fördern – mit verlässlicher Begleitung, bis tragfähige Grundlagen tatsächlich beherrscht werden.
Bildungschancen
Unterstützung und Bildungserfolg hängen weiterhin stark vom Elternhaus und Wohnort ab.
Schulen erhalten Personal, Zeit und Unterstützungsangebote entsprechend den tatsächlichen Voraussetzungen ihrer Schülerschaft.
Deutsch als Bildungssprache
In vielen Klassen können Schülerinnen und Schüler mit noch unzureichenden Deutschkenntnissen dem Unterricht nicht vollständig folgen; zugleich fehlen oft Zeit, Fachpersonal und passende Förderangebote.
Frühe, intensive und kontinuierliche Sprachförderung – von der Kita an, parallel zum Fachlernen und mit qualifiziertem Personal.
Übergänge
Bildungswege werden durch frühe Entscheidungen und schwer korrigierbare Brüche begrenzt.
Durchlässige Wege, verlässliche Anschlüsse und neue Chancen auch nach Rückschlägen.
Umzug in ein anderes Bundesland
Andere Lehrpläne, Anforderungen, Niveaus und Schwerpunkte können den Schulwechsel erheblich erschweren.
Ein gemeinsamer verlässlicher Kern, transparente Anschlüsse und gezielte Unterstützung beim Länderwechsel.
Future School schreibt kein Einheitsmodell vor. Der Prüfrahmen zeigt, welche Möglichkeiten das Kuratorium für unterschiedliche Schulen untersuchen kann.
Der Abstand zwischen dem, was Schule bereits leisten könnte, und dem, was zu viele Kinder und Jugendliche tatsächlich erfahren, ist nicht hinnehmbar. Wir dürfen uns damit nicht länger abfinden.